Web-Häkelei

Das so genannte Web-Häkeln ist eine Art des Filet-Häkelns, bei dem in einem weiteren Arbeitsgang zusätzliche Fäden “eingewoben” werden. Obwohl es sich eine althergebrachte, vergleichsweise einfache und sehr effektive Technik handelt, ist sie heute eher unbekannt. Das Web-Häkeln bietet sich besonders für festere Arbeiten wie Taschen, Decken, Topflappen usw. Zur Verarbeitung von Wollresten eignet es sich bestens.

Man benötigt dazu Wolle in verschiedenen Farben, eine Sicherheitsnadel und natürlich auch eine Häkelnadel. Als erstes häkelt man eine Reihe Luftmaschen, die man um vier Luftmaschen erweitert. Danach wird in jede zweite Luftmasche ein Muster eingearbeitet. Ein einfaches Grundmuster wäre zum Beispiel  jeweils ein Stäbchen und eine Luftmasche. Da hier aber das Stäbchen hier durch jede andere Maschenart ersetzbar ist, besteht hier viel Raum für Kreativität und Experimente.

Dann wird das Filetgitter fortgeführt, bis die Arbeit die gewünschte Grösse hat und danach vernäht. Im Anschluss wird mit einer andersfarbigen Wolle eine lange Luftmaschenkette gehäkelt. Hierbei sollte man darauf achten, dass der Faden lang genug ist um später vernäht zu werden. Jetzt wird aus der Sicherheitsnadel eine Webernadel. Mit ihrer Hilfe wird die  Luftmaschenkette durch die Luftmaschen des Filet-Gitters gezogen.  Die Wahl des Webmusters ist dabei frei und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Zum Abschluss wird  die  Luftmaschenkette an beiden Enden vernäht.

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