Mütze häkeln

Eine Mütze ist ihrer einfachsten Form schlicht ein nach oben verengter Schlauch. Um eine Mütze zu häkeln, verringert man also nach einer gewissen Anzahl von Runden die Maschenanzahl regelmässig. Dies ist im Grunde genommen schon alles,  obwohl viele Anleitungen es oftmals schwieriger erscheinen lassen. Anfänglich häkelt man zunächst einige gleichbleibende Runden in der Länge des Kopfumfangs. Die Anzahl dieser Runden  bestimmt die Art der Mütze. Bei Zipfelmützen etwa ist die Zahl der gleichbleibenden Runden relativ hoch.  Danach  wir dann der “Schlauch” durch das systematische Abnehmen von Maschen verengt und schliesslich vernäht. Zum Häkeln einer Baskenmütze  wird zumeist eine Reihe Luftmaschen mit Hilfe einer Kettmasche zu einem Ring verbunden.

Für die nachfolgenden Runden werden halbe Stäbchen verwendet. Im Anschluss wird eine Zeit lang bei gleich bleibender Maschenzahl im Kreis gehäkelt bis schliesslich die Runden enger werden.  Für den Rand werden eine oder mehrere Runden feste Maschen gehäkelt und zum Schluss vernäht.  Oft gewinnen gehäkelte Mützen durch aufgestickte Motive zusätzlich an Attraktivität. Dies zeigte sich, als unser Jüngster neulich zum Geburtstag ein Gokart geschenkt bekam. War er anfänglich kaum zum Tragen einer Kopfbedeckung beim Gokartfahren zu bewegen, änderte sich das  schnell nachdem er eine Häkelmütze mit einem aufgestickten Auto bekam – passend zu seinem blauen Dino Car. Damit fahren sich die Rennen jetzt natürlich umso rasanter. Oft wird beim Häkeln von Mützen mit Reliefstäbchen gerabeitet. Bevor man sich an diese Technik wagt, sollte man das Häkeln von einfachen Stäbchen und festen Maschen bereits beherrschen. Hat man das Arbeiten mit Reliefstäbchen einmal im Griff, kann man damit vielfältige Muster erzeugen, die auch beim Häkeln von  Taschen und Babyschuhen zur Anwendung kommen.

Beim Häkeln der Reliefstäbchen wird zunächst eine Reihe einfacher Stäbchen gehäkelt und von drei Luftmaschen abgeschlossen. Nachdem das Wenden sticht mehrfach durch die  Stäbchen der voran gegangenen Runde – also nicht wie sonst üblich durch die oben liegenden Maschen- zum Beispiel zunächst von vorn, dann nach hinten und zuletzt nochmals von hinten nach vorn. Danach wird der Faden durchgezogen und ein einfaches Stäbchen gehäkelt.  Dann wendet man das Arbeitsstück und beginnt den Vorgang von vorne. Abhängig von Reihenfolge und Richtung beim Durchstechen entstehen bestimmte Muster.  Umhäkelt man die Stäbchen in stetiger  Abwechslung einmal von vorne und einmal von hinten, erzeugt man ein Rechts-Links Muster – umhäkelt man  Gruppen von 4 Stäbchen von vorn und danach 4 weitere von hinten, entsteht schachbrettartiges Muster.



Viel Spass beim Probieren
Eure Heike

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